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Copa Baroque

Wer gedacht hat das Friesen nur an die Kutsche gehören, Spanier in die Arena zum Stierkampf oder Lipizzaner nur für die Hohe Schule geeignet sind, der hat wohl noch kein Turnier der Copa baroque gesehen.

Seit 2008 richtet die Copa baroque Turniere für Barockreiter und ihre Rassen aus. Hier können sie sich nach FN Richtlinien vor FN Richtern behaupten und unter Beweis stellen, wie talentiert sie in der Dressur sind.
Ins Leben gerufen von den beiden Gestüten „Casa Estanque“ und „Caballos de la Luz“ führt
seit 2015 Franziska Weyer und ihr Mann George Weyer die Serie alleine aus. Von ihrem Gestüt Casa Estanque aus planen und organisieren sie alles von der Ausschreibung bis zur Durchführung dazu gehört auch die Technik. Stehen immer wieder gerne bei Fragen der Teilnehmer bei Seite ob telefonisch, über E-Mail oder persönlich direkt auf dem Turnier.

Egal ob Friesen, PRE, Lusitanos, Barockpintos, Knabstrupper, Frederiksborger, Warlander all die Barocken Rassen können sich von einer A bis hin zur S zeigen was sie in einer Dressurprüfung alles können. Dabei sind oft die Pferde nicht nur hübsch „dekoriert“ In Landestracht, Barockem Zaum sowie schönen Schabracken nein auch ihre Reiter dürfen sich in Barockentracht zeigen. Was viel mehr Farbe in dieses Turnier herein bringt wie bei einem üblichen Dressur Turnier mit Warmblüter in dem alle ihre schönen schwarz, weißen Turnierkleidung tragen und alle doch irgendwie gleich aussehen. Somit bietet es für den einen oder anderen auch eine schöne Abwechslung zu den alltäglichen Turnieren. Man ist unter gleichgesinnten, Freunden der Barockenrassen.
Jedes mal aufs neue sieht man wie die Zuschauer über die hübschen Outfits der Reiter staunen bevor sie dann aufs Pferd schauen. Erleben wie die Erde bebt wenn der beeindruckende Friese auf die Richter zu galoppiert und auf den Punk vor dem Richterpult hält oder der Spanier sein unglaubliches Gangvermögen zeigt in der Kür auf „we will rock you“

Die Besten der Besten der M und S zeigen sich alle zwei Jahre auf der großen Equitana in Essen. Nehmen dort an dem großen Finale bei. Auf Turniere zuvor konnten sich die Reiter für dieses Finale qualifizieren. Mindestens drei Prüfungen werden im Jahr zuvor ausgerichtet davon eins bei der kleinen Schwester der Equitana, der Equitana Open Air. Dort „sammeln“ die Reiter ihre Punkte.
Jeweils die drei besten Reiter zeigen sich dann auf dem Königs Barock Cup auf der Equitana. Ein unvergessliches Erlebnis sein Pferd in diesem großen Ring einem großen Publikum vorstellen zu dürfen. Zu einer selbst zusammen gestellten Kür hat man die stärken der Pferde heraus geholt und dies mit passender Musik was schon manch einem Zuschauer Gänsehaut bereitet hat. FN Richter die meist vor allem Warmblüter bewerten sind jedes mal aufs neue beeindruckt von diesen tollen Pferden, ihrem Gangvermögen, dem Vertrauen zu den Reitern und wie hübsch sie und ihre Reiter aussehen in landesüblicher Tracht oder barocken Kostümen.

Dieses Wochenende war es wieder so weit am Barockpferdetag der Equitana zeigten sich jeweils drei Reiter in der M sowie drei in der S. Die Richter Dr. Britta Schöffmann und Dr. Jan-Holger Holtschmit richteten alle sechs Reiter. Dabei hat Dr. Britta Schöffmann zu jedem Reiter ihre Bewertung erzählt, was die Stärken waren und wo man vielleicht noch ein wenig arbeiten muss was für die Reiter sehr verständlich war. Vor allem auch manchen Zuschauer zu gute kam um zu erfahren was möchte man den nun sehen bei so einer Kür oder was nicht. Dabei waren die Bewertungen immer gerecht und nachvollziehbar. Als Fotografin die schon die unterschiedlichste Prüfungen fotografierte muss ich wirklich sagen das Frau Schöffmann eine tolle Richterin ist die man sich bei vielen Turnieren sich wünschen würde die den Reitern auch mit ihren Bewertungen eine kleine Hilfe gibt. Nicht nur schaue ich mit ein Turnier durch den Sucher meiner Kamera an, unwillkürlich bekommen die Ohren auch immer die Kommentare der Zuschauer mit und auf meinem Sitzplatz zu meiner Rechten, Linken und hinter meinem Rücken hörte man das wohl ich nicht alleine war mit meiner Meinung. „Das ist aber eine gute und nette Richterin“. Dies sollte doch auch mal erwähnt werden wie oft erlebt man es ganz anders auf Turnieren? Das man die Bewertungen nicht versteht?

Der eine oder andere Zuschauer war wirklich beeindruckt und gab zu, dass sie nicht geglaubt hätten das manch ein Barockpferd solch ein Bewegungspotential mit sich bringt. Wer weiß die Copa Baroque Turniere haben manch ein „Zweifler“ schon gezeigt das sich auch unter dem einen oder anderen Barocken eine Sportkanone steckt.

Der Friesenhengst Wirdmer fan’e Boppelannen der mit seinen Besitzern und Reiter Ralph Buchberger extra aus Österreich kam, hatten sie sich für den „Königs Cup“ qualifiziert, trägt sogar das Zusatzprädikat SPORT in seinem Namen. Dies vergibt der niederländische Friesenverband an Friesen mit außerordentlichen Ergebnissen im Sport. In der S zeigte der Hengst mit seinem Reiter in Barocken Kostüm eine ordentliche Leistung.


Doch Gewinner mit einer ganz tollen Kür die einem Gänsehaut bereitete gewann eine „Sport“ Friesin. Angelika Brück auf ihrer außergewöhnliche Ster – Sport Stute Roaske fan de Kromme Jelte. Ihren Titel konnte sie somit behaupten gewann sie schon vor zwei Jahren.

Es schien der Tag des Friesen zu sein, den auch in der M gewann eine schwarze Perle. Der Friese Sky mit seiner Reiterin Alisa Mausbach. Ebenso ein ganz tolles Dreamteam das ich bei schon bei manch einem Barockturnier bewundert durfte.

Nun sind alle Karten wieder neu gemischt die Copa Baroque planen die nächsten Turniere und man kann gespannt sein welche Reiter ihre Pferde vorstellen werden. Werden die ersten Warlander aus Deutschland sich in einem Turnier zeigen das sie das beste des Friesen und Spaniers vereinen können? Werden neue Reiterpaare alles noch mal neu mischen und man sieht in zwei Jahren auf der Equitana ganz andere Paare?